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I got overwhelmed by my hometown

Dieses Jahr habe ich erstmals Städtereisen innerhalb Deutschlands gemacht. Im Februar mein erster gemeinsamer Urlaub mit Freunden in meiner persönlichen Traumstadt Berlin. Im Juli auf Studienfahrt in Weimar und Jena und vor ein paar Wochen in München bei meinem Bruder (und das erste Mal auf dem Oktoberfest).

Ich habe daraus gelernt. In mehrfacher Hinsicht (vllt bin ich heute ja so sehr in Bloggerlaune, dass ich ein paar weitere noch aufschreiben werde).
Eine Sache ist die, dass ich gelernt habe, meinen Wohnort zu schätzen. Ich erinnere mich an meine Abschlussfahrt in Barcelona, als ich im Zug saß und die ganze Fahrt über strahlend aus dem Fenster blickte und das Panorama das sich mir bot, bestaunte. Der Strand, das Meer, die idyllischen Wohnhäuser, das traumhafte Wetter. Und ich malte mir aus, wie toll das sein müsste, täglich so eine Aussicht geniesen zu können. Täglich, auf dem Weg zur Schule, auf dem Weg zu Freunden, egal wo. Und ich erinnere mich, dass ich überlegte, ob die Einwohner das alles zu schätzen wussten, ob sie, die dieses Privileg geniesen dürfen, es auch tatsächlich genossen, ob sie sich darüber im Klaren sind. Ich versuchte mich in deren Situation zu versetzen, überlegte, was wohl Touristen in Deutschland denken mochten, wenn sie im Zug aus dem Fenster sahen, ob sie dann genauso strahlend die Fahrt verbrachten. Objektiv betrachtet, musste ich mir eingestehen, dass das bestimmt so der Fall sein würde, ich konnte mir jedoch nich vorstellen, was genau sie dann so begeistern könnte.

Auf der Fahrt nach Berlin, sagte C., als sie aus dem Fenster sah: "Ist euch eigentlich schon aufgefallen, dass die Gegend die ganze Zeit schon total flach ist? Also irgendwie vermiss ich unsere Weinberge." Darüber konnte ich nur die Stirn runzeln, zum einen, weil ich es nicht ausstehen kann, wenn man, unabhängig davon, wohin man vereist, man nach einer gewisen Zeit anfängt, die Stadt oder das Land mit Zuhause zu vergleichen. [Das ist etwas, dass ich größtmöglichst zu vermeiden versuche, da das immer dazu führt, dass man auf irgendeine Weiße die Gegend in der man sich gerade befindet oder aber auch die Gegend zu Hause, schlecht redet und man voreingenommen wird. Das ist nich Sinn und Zweck einer Reise).
Zum anderen wusst ich aber auch nicht genau was C. damit meinte. Dann aber, als ich aus Weimar zurückkam, und meine Eltern mich von Bahnhof abholten, sah ich irgendwie überrascht aus dem Auto. Sah die hügeligen Landschaften hinter den Häusern, sah die Weinberge die ganze Fahrt über. Und ich wusste, dass das für Touristen garantiert schön anzusehen sein musste, denn egal wo man hinsah, im Hintergrund grenzten immer die Weinberge das Blickfeld ein.
Und wenn ich jetzt durch die Straßen laufe, seh auch ich sie; die grünen und gelben und braunen Farbtöne und die Schatten der Wolken, die die ganzen Farben düster wirken lassen. Und wenn ich in der Bahn auf meinem Schulweg aus dem Fenster blicke, insbesondere an einer bestimmten Haltestelle, muss ich innerlich schmunzeln, denn für ein paar Sekunden sieht alles außerhalb der Bahn aus, wie eine kleine niedliche Spielzeugstadt.

17.10.09 19:18
 


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