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Irgendwie verschwinden meine Freunde. Auf eine Art und Weise in der ich es zunächst noch nicht einmal richtig wahrnehme. Und wenn ich es dann doch endlich bemerke, bin ich irritiert, dass es überhaupt dazu kommen konnte, frage mich woran es gelegen hat und fange an mich zu hinterfragen. "Das ist eben normal, wenn man sich nicht mehr regelmäßig sieht." Das ist dennoch kein Grund für mich, dass sich Freundschaften einfach so im Sand verlaufen müssen. Dummerweise bin ich aber sehr empfindlich in solchen Situationen. Es kostet ungemein Überwindung, mich bei jemandem zu melden und wenn ich daraufhin keine Reaktion erhalte, fange ich erneut an mich zu hinterfragen. Ist die Person sauer auf mich? Bin ich lästig? Hat sie einfach keine Lust auf mich? Ist sie einfach nur viel beschäftigt, kam meine Nachricht vielleicht gar nicht an? Dann warte ich lieber ab, dass man auf mich zukommt, was natürlich ganz schön kontraproduktiv ist, weil ich dann eben bewusst in Kauf nehme, dass die Freundschaft verloren geht. Aber ich hab nicht viele Freunde. Und ich verliere mehr Freundschaften, als dass ich neue dazubekomme. Irgendwie ein ätzender Teufelskreis.
7.7.12 00:17


Traumdeutung

"A., das ist doch offensichtlich. Du sehnst dich nach Action, bzw. nach einem festen Freund, mit dem du Action erlebst. Natürlich ist das dein Unterbewusstsein. Du willst keinen Langweiler. "

 

B.s Traumdeutung ist so so so merkwürdig irritierend, noch viel merkwürdiger und irritierender als mein fast schon traumatischer Traum selbst.

Ich denke oft darüber nach, wann denn nun mein Leben endlich so richtig beginne. Standby- Modus, solange bis jemand endlich auf den Einschaltknopf drückt. Das stimmt, so fühle ich mich tatsächlich. Allerdings hätte ich niemals behauptet, ich würde mich nach Action sehnen, geschweige denn nach einem actiongeladenen Freund. Eher das Gegenteil.

"That what I need to survive is not G.s' fire (...) What I need is the dandelion in the spring. (...) That promise that life can go on, no matter how bad our losses. That it can be good again. And only P. can give me that."

So lautet das zugegeben nicht sehr gelungene Ende der Hunger Games-Trilogie. Und doch widerspiegelt das sehr gut meine Gedanken.

Ich sehne mich zwar danach, dass es endlich losgeht, aber ich bin so feige und so unsicher, ich könnte gar nicht mithalten, mit der Geschwindigkeit, und dem Leben. Ich würde hinterherhinken und stolpern und mich schlicht nicht wohl dabei fühlen. Daher würde ich eine ruhige Person vorziehen. Einen "Langweiler".

Das klingt so albern, aber ich habe ständig das Gefühl, ich müsse bei der Hand gehalten und langsam mitgezogen werden, durchs Leben. Ein ätzendes Gefühl, unmündig zu sein.

Dabei ist es noch viel idiotischer. Das stolpernde, hinterherhinkende Leben klingt in der Tat aufregend, beneidenswert. Viel attraktiver als bei der Hand gehalten zu werden, ich würde es dem ruhigen Leben vorziehen. Wenn ich nur jemand wäre, der nicht stolpern und hinterhinken würde.

Hmm Ja. Interessante Traumdeutung.

 

12.9.11 00:14


Es gibt langweiligeres und hey!

Ich wünschte, ich könnte die kommenden Monate überspringen. Ich will endlich an dem Punkt sein, vor dem ich mich im Moment fürchte. Weil ich nicht weiß, wie es sein wird, bzw. was sein wird.

Meine eigenen Worte.
Die Monate sind vergangen, die Übergangsphase ist endlich vorbei und doch bin ich irgendwie..nicht glücklich.
Ich wollte gerade das Wort "unzufrieden" statt "glücklich" verwenden. Dabei musste ich schon den Kopf schütteln, denn, würde ich mein Leben in einem einzigen Wort beschreiben müssen, würde die Wahl sehr eindeutig auf "zufrieden" hinauslaufen.

Ich bin nicht glücklich. Von einigen Glücksmomenten abgesehen, bin ich doch noch nie über eine längere Zeitdauer glücklich gewesen. Gleichzeitig bin ich jedoch auch nicht unglücklich, woraus sich ein zufriedener Zustand ergibt. Aber auf Dauer ein nicht erstrebenswertes Ziel, denn ich möchte endlich glücklich sein. Dieses Glück glaube ich für mich persönlich in zwei Bereichen meines Lebens finden zu müssen: im beruflichen Leben und im Liebesleben.

Seit Oktober studiere ich in S. Anglistik und VWL. Ich bin zufrieden. Ich bin jedoch genauso wenig glücklich.
Das war vorhersehbar, da die Wahl meines Nebenfaches eine reine Vernunftsentscheidung gewesen ist. Jetzt ärgert es mich dennoch, dass ich nicht wie andere Erstsemester aus meinem Umfeld, nicht völlig in meinem Studium aufgehe. Anglistik gefällt mir zwar sehr, aber nun merke ich erneut, wie schwer es mir bei VWL fällt, mich Zuhause hinzusetzen und mich mit dem Thema zu befassen. Nicht, weil es mir Inhaltich besonders schwer fällt, sondern weil es mich nur in einem bestimmten Maße interessiert. Das macht mir etwas sorgen, zumal ich auch nur mündliche Prüfungen ablegen muss, und mein mangelndes Können im Umgang mit der Fachsprache mir schon auf dem WG ein großes Laster gewesen ist. Lichtblick jedoch sind die letzten 3 Semester, in denen es nur noch um Umwelt-,Sozial- und Wirtschaftspolitik gehen wird. Das lässt mich insofern hoffen, als das mir dann möglichweiße meine Motivation wieder leichter fallen wird.
Nichtsdestotrotz ist, glaube ich, der Knackpunkt meines Studiums der, dass mir die Vielfalt fehlt. Mir fehlt die spanische Sprache, mir fehlt Geschichte und mir fehlt ebenfalls der pädagogische und soziale Bereich. Ich habe mich sogar schon an der PH nach Studiengängen umgesehen, aber würde ich wirklich diesen Schritt wagen, würden mir erneut die Sprachen fehlen.
Meine einzige realistische Alternative wäre, das Nebenfach von VWL auf Geschichte zu wechseln, wie es mein ursprünglicher Gedanke bereits gewesen ist. Jedoch ist das eine relativ häufig vorkommende Kombination, bei der ich genauso wenig sagen kann, in welche berufliche Richtung es mich dann tragen wird. Mit der VWL Kombination hab ich einen sehr seltene Wahl getroffen, aber ich weiß damit genauso wenig, was ich nach dem Studium damit anfangen kann, bzw. was ich auch wirklich damit anfangen will.

Mein nichtexistierendes Liebesleben.
B. weinte sich letztens bei mir aus, weil sie sich schon wieder aussichtslos verliebt hat und das bei ihr so häufig vorkommt, dass ich sie dabei auch nicht mehr ernst nehmen kann. Dennoch beneide ich sie dafür sehr.
Weil sie in der Lage ist, Gefühle in solchem Maße zu entwickeln. Sich zu verlieben. Ich mache mir keine wirklich ernsthaften Sorgen darüber, dass ich möglichweiße überhaupt gar nicht dazu fähig sein könnte, solche Gefühle in mir aufkeimen zu lassen, aber dennoch stimmt es mich etwas unzufrieden. Wobei sich die Unzufriedenheit eher dahingegen äußert, dass ich das Gefühl habe, dass mir Möglichkeiten auch immer verwehrt bleiben, Menschen näher kennen lernen zu dürfen. Dabei fehlt mir deren Nähe doch so sehr, die körperliche Nähe. Das in Arm nehmen, kuscheln, berühren.

Vielleicht sollte ich aber auch nur einfach damit aufhören, mit meiner Zufriedenheit so unzufrieden zu sein.

 

5.12.10 18:07


Denkst du eigentlich immer noch, wir wären vorbei gefahren...?

...an unsren Wünschen...?

Ich habe das zunehmende Gefühl, blind an Chancen vorbeizulaufen. Ich komme mir vor wie ein Zuschauer in meinem eigenen Leben. Um mich herum geschieht, um mich herum wird agiert, um mich herum wird das Leben gelebt. Und ich sehe dabei zu. Und warte. Und warte. Warte. Darauf das es losgeht, das mein Leben endlich losgeht. 

Ich vermisse Wegweiser, die mir zeigen, wie ich zu meinem Leben gelange. Ich suche nicht den schnellsten Weg, nicht die Schnellstraße und schon gar nicht die Überholspur. Möglicherweise ein Taxi, dass mich ein Stück begleitet und mitnimmt? Nur wohin? Wo ist der Fahrer geblieben? Und wo bin ich geblieben?

7.10.10 23:43


Ich wünschte, ich könnte die kommenden Monate überspringen. Ich will endlich an dem Punkt sein, vor dem ich mich im Moment fürchte. Weil ich nicht weiß, wie es sein wird, bzw. was sein wird.
Ich habe keine Lust mir ständig den Kopf zu zerbrechen, weil ich diesen dichten Nebel nicht durchleuchten kann.
Ich will wissen, wie es weitergeht, ob große Veränderungen bevorstehen oder doch fast alles beim Alten bleibt. Ich will wissen, wie es mir geht, wie ich mich fühle, wer bei mir bleibt und wer aus meinem Leben verschwindet.
Ich möchte Gewissheit, Sicherheit.

Warum bin ich denn blos so feige?
14.3.10 21:32


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